Kennnel "Tweedverness..." FCI - VDH - DRC
Eine kleine aber feine Golden Retriever Zucht mit ganz viel Herz!

Das Prüfungswesen  


Wer aktiv mit seinem Hund arbeiten möchte oder auch züchten will sollte sich über folgende Prüfungen informieren, welche in Frage kommen. Je nachdem was man mit seinem Hund vor hat kann man im DRC e.V. ablegen. Zuerst steige ich insbesondere auf die Zuchtrelevanten Prüfungen ein, danach erläutere ich den Dummybereich näher.
Wer mit seinem Hund züchten möchte muss außer den Gesundheits-Checks auch Prüfungen ablegen, dazu zählen der Wesenstest (alternativ Jugendprüfung für Retriever) und die Formwertbeurteilung (auch Zuchtzulassungsprüfung genannt!) Außerdem sollte man mindestens 1 über den Wesenstest hinausgehende Prüfung nachweisen können um die Zuchtzulassung ohne Auflagen zu erhalten. In der Regel wird in der Standartzucht die Begleithundeprüfungabgelegt. Wer viele Prüfungen, speziell im Dummy Bereich oder jagdliche Prüfungen ablegen möchte, für den ist es ratsam sich über die Geschäftsstelle des DRC e.V. ein Leistungsheft zu besorgen, damit ohre Probleme alle Eintragungen gemacht werden können. In der Ahnentafel steht nur eine begrenzte Anzahl an Zeilen für Prüfungen bereit.
  

1A. Wesenstest (WT) DRC  


Beim Wesenstest wird das Wesen des Retrievers auf Herz und Nieren von einem zugelassenen Wesensrichter geprüft. Der Retriever muss das rassetypische Wesen aufzeigen. Es gibt eine Reihe „erwünschter Eigenschaften“ wie z.B. „Will to Please“ (= der Wille zum Gefallen), Beutetrieb, Bringtrieb, Ausdauer und Menschenfreundlichkeit aber auch eine Stange „unerwünschter Eigenschaften“ die der Hund nicht aufweisen sollte. Dazu zählen unter anderem Ängstlichkeit, Scheue, Schreckhaftigkeit, übersteigertes Misstrauen, Kampftrieb, angstbedingte Schärfe oder Schussscheue. 
Nach Abarbeitung eines allgemeinen Fragenkatalogs bezüglich der Gesundheit und Haltung des Hundes, beginnt der Test mit einem kommandolosen Spatziergang über ein Feld wobei Beobachtet wird, wie es um die Bindung zum Hundführer steht. Danach bilden die Teilnehmer eine Menschenmenge durch die der Hund wenn möglich entspannt durchlaufen sollte und nicht nur drum herum. Anschließend werden je ein Mann und eine Frau gebeten ohne Gegenstand den Hund zum spielen aufzufordern, dabei soll der Hund sich gerne von Fremden berühren lassen. Als nächstes soll der Hundeführer mit einem Gegenstand mit dem Hund spielen, ihn werfen und der Hund sollte apportieren. Dann kommt das Beiss-Reiss-Spiel, zuerst mit dem Hundeführer, dann übernimmt der Richter. Der Hund soll auslassen sobald der Richter keine Bewegung mehr zeigt. Nun soll der Hundeführer den Hund auf den Rücken legen, der Richter übernimmt und der Hundeführer geht einige Meter weg. Als nächstes kommen wieder die anderen Teilnehmer ins Spiel. Diese Bilden eine Gasse durch die der Hund mit seinem Führer duchquert und sie sich kreisförmig schließt wenn der Hund und der Hundeführer in etwa der Mitte sind. Der Führer verlässt den Kreis, der Hund bleibt im Kreis. Hierbei wird die Unterordnung des Hundes getestet. Der erste Teil des Testes ist geschafft und somit wird eine kurze Pause gemacht um die Prüfungsergebnisse festzuhalten. Anschließend geht es mit dem optisch/akustischen Parcours weiter. Hierbei ist der Kreativität des Richters keine Grenzen gesetzt. Furchteinflösende Riesen-Teddybären, Flatterbänder, Sirenen, Rappelkisten, Kartons, Regenschirm und das Pflichtprogramm -> Gespenst. Diesen Parcours sollte der Hund wenn möglich selbständig durchlaufen und bei den einzelnen Stationen unerschrocken und sicher sein. Zu guter Letzt wird noch 3 Mal in verschiedenen Entfernungen geschossen. Es ist dabei wünschenswert, dass der Hund zum Schützen hin rennt. 

PS: Im GRC heißt diese Prüfung: Feststellung der Wesensveranlagung (FdW) und unterscheidet sich etwas vom WT im DRC


1B. Feststellung der Wesensveranlagung - FdW GRC

Text folgt!  

2. Formwertbeurteilung/Zuchtzulassungsprüfung (FW)  


Beim Formwert wird der Hund von einem anerkannten Zuchtrichter auf sein äußeres Erscheinungsbild hin bewertet. Maßgebend dafür ist der offizielle Rassestandard der FCI. Ein Hund, der zur Zucht zugelassen werden soll muss mindestens den Formwert „Sehr Gut“ (SG) bescheinigt bekommen, besser noch „Vorzüglich“ (V).
Bei der Zuchtzulassungsprüfung geht es wie folgt von statten: Eine gruppe von Hunden wird aufgerufen und jeder Hund wird einzeln nacheinander auf Schussfestigkeit geprüft. Wenn die Schusstest der Gruppe durch ist, werden die Hunde der Reihe nach auf das äußere Erscheinungsbild bewertet. Dabei stellt man seinen Hund entweder „frei“ oder man stellt den Hund gerade hin, hebt mit der rechten Hand den Fang des Hundes und mit der linken die Rute, so dass Rücken und Rute eine gerade Linie bilden ohne Knick am Rist. Danach und zu guter Letzt wird man vom Richter aufgefordert den Hund im Bewegung zu zeigen. Der Richter hält die Bewertung im Bewertungsprotokoll fest und händigt dieses dem Hundeführer aus.

PS: Es ist sinnvoll den Hund vor der Formwertbeurteilung rassegemäß zu trimmen. Ihr Züchter wird ihnen gerne hierzu Tipps geben!
  


3. Begleithundeprüfung (BHP)  


Bei der Begleithundeprüfung wird der Grundgehorsam des Hundes geprüft.
Im A-Teil der Begleithundeprüfungen werden folgende Fächer abverlangt:
Man läuft mit seinem angeleinten Hund bei Fuß in 3 verschiedenen Schnelligkeiten, sehr langsam, normal und etwas schneller dabei macht man auch eine Rechtswende, eine Linkswende und eine Kehre sowie 2 mal Sitz. Danach geht man durch eine Menschengruppe hindurch und bleibt bei einer fremden Person stehen und schüttelt dieser die Hand, dabei soll der Hund sitzend ruhig verweilen, ohne hochzuspringen bis der Hundeführer die fremde Person wieder verlässt und sich in Bewegung setzt. Nun wird der Hund abgeleint und man läuft wieder mit dem Hund die Gerade mit 2 mal Sitz, Rechtswende, Linkswende und Kehre in den 3 verschiedenen Schnelligkeiten. Auch hier nach geht es noch mal in die Menschenmenge und der Hund soll während der Begrüßung still sitzen und in der Bewegung bei Fuß bleiben. Danach geht man mit dem unangeleinten Hund wieder hinaus aufs Feld und lässt ihn aus der Bewegung hinsetzen, der Führer geht einige Meter weiter und ruft den Hund dann ab.Anshließend legt man den Hund aus der Bewegung ins „Platz“ ab,geht einige Meter weiter und wird dann meist vom Richter für unbestimmte Zeit in ein Gespräch verwickelt, dabei soll der Hund liegen bleiben, bis der Richer den Führer schickt seinen Hund abzuholen. Danach lässt man den Hund nochmal aus der Bewegung abliegen und geht einige Meter weiter, hierbei wird der Hundeführer von einer Gruppe fremder Personen mit einem fremden Hund abgeholt und man geht ca. 1 außer Sicht und holt danach den hoffentlich auf seinem Platz verweilenden Hund ab. Auch das Apportieren gehört im DRC dazu und ist ein wichtiges Prüfungsfach. Hierbei muss der Hund zusehen, wie der Richter einen weichen Gegenstand (Dummy) wegwirft (geringe Entfernung), der Hundeführer bekommt vom Richter die Erlaubnis den Hund zu schicken und der Hund soll nun den Gegenstand apportieren und sauber beim Hundeführer abgeben!
Der B-Teil der BHP ist die Verkehrsprüfung. Hierbei wird der Hund in einem verkehrsreichen Gebiet mit Fahrradfahren, Fußgängern etc. konfrontiert. Hierbei soll sich der Hund folgsam und freundlich zeigen und schön „Fuß“ beim Führer laufen.
  

4. Dummyprüfungen (APD/R)  


Die Dummyarbeit ist eine artgerechte Art seinen Retriever sinnvoll zu beschäftigen. Das Apportieren liegt jedem Retriever im Blut. Hierbei wird mit kleinen, grünen, 500 g schweren, gefüllten Segeltuchstoffsäcken gearbeitet. Die grünen Dummys sind die, die bei den Prüfungen zugelassen sind. Sie simulieren, wie das Wort Dummy schon sagt, ein Wild, das apportiert werden soll. Bei Dummyprüfungen gibt es verschiedene Klassen für die man sich jeweils qualifizieren muss mit mindestens der Note „Sehr Gut“. Es gibt folgende Klassen: Anfänger (APD/A), Fortgeschrittene (APD/F) und die offene Klasse (APD/O), auf die Unterschiede der verschidenen Klassen werden wir im folgenden intensiver eingehen.