Kennnel "Tweedverness..." FCI - VDH - DRC
Eine kleine aber feine Golden Retriever Zucht mit ganz viel Herz!

Mein reiterlicher Werdegang...

Pferde begleiten mich ebenso wie die Hunde schon fast mein ganzes Leben. Im zarten Alter von 3 Jahren bekam ich mein erstes eigenes "Pferd", eine pechschwarze Shetlandpony Stute namens Susi. Durch sie wurde ich so richtig vom Pferdevirus infiziert der bis heute anhält! Leider war unser gemeinsamer Weg nicht sonderlich lange. Beim Kauf über den Tisch gezogen wurde uns mangels Wissen ein sehr sehr altes und stoffwechselkl´rankes Pony verkauft, das nach 3 Jahren Kampf gegen die Hufrehe mit ca. 32 JAhren verloren hat.

Jedoch war schnell klar, dass ich in den Sattel gehöre und somit wurde ich mit 6 Jahren zum Voltigierkurs angemeldet.

Dieser Kurs vermittelte mir noch mehr das Gefühl zum Pferd uns somit war das ein schleichender Übergang mit 7 Jahren zum richtigen Reitunterricht. 

Mit diesem vergingen einige Jahre in dem ich 1 x wöchentlich (auf den verschiedensten Pferden) Reitunterricht hatte und zusätzlich noch den Welshpony Wallach Rinti und die Haflinger Stute Gloria mehrmals die Woche ritt. 

Jedoch wie das bei den meisten Reiter-Mädchen so ist, war die sehnsucht nach einem eigenen Pferd immer sehr groß. Alles allerdings nicht so einfach wenn die Mutter alleinerziehend ist und der Vater seinen Pflichtunterhalt nicht bezhalt. Trotzdem hat mir meine Mama mit 13 Jahren diesen großen Traum erfüllt und mir die damals 5jährige Haflingerstute Dixi gekauft, die auch heute noch fit und munter an meiner Seite ist.

Mit ihr habe ich viel erlebt und sie war/ist das beste Jugend-Pferd das ich mir hätte vorstellen können, auch wenn sie mir das Schlüsselbein gebrochen hat :-) .

Durch diesen Unfall bin ich jedoch auch in den Genuss gekommen, das Westernreiten kennenzulernen. Nach meinem Sturz, stand schnell fest, die junge Stute muss nochmals prpfessionell lernen um ein Verlasspferd zu Werden und somit ging sie für einige Zeit in Beritt zum bekannten Westernreiter Tommy Posch. Seitdem ist die Stute ein absolutes Verlasspferd, was später auch dazu führte, dass sie als Therapie-, Voltigier- und Schulpferd eingesetzt wurde (als ich Schul- und Ausbildungsbedingt nicht mehr so viel Zeit hatte!).

Nach meiner Ausbildung zur Bürokauffrau hatte ich wieder mehr Zeit, und durch unseren Umzug in den stillgelegten Bauernhof meiner Schwiegereltern ergab es sich, dass ich meine Pferd zu Hause halten wollte. Mit einer Freundin tat ich mich zusammen und wir kauften als 2tes Pferd eine 4jährige Vollblutaraberstute namens Kajanah. Leider entpuppte sich die Stute nach nur wenigen als nicht ganz einfaches Pferd und meine Freundin hatte ziemlich schnell aufgegeben. Somit stand ich allein mit 2 Pferden da die ich jedoch über alles liebte. 

Da Madame Araber aber noch einiges zu lernen hatte, nicht groß wetterfest war und vor Power nur überquoll entschloss ich mich, die Pferde wieder in einem Pensionsbetrieb mit Reithalle einzustellen um mehr Zeit im Sattel zu verbringen und dem Tierchen was beizubringen, als Boxen auszumisten und zu füttern. 

Ziemlich schnell haben die Stute und ich daraufhin zusammengefunden und wuchsen zu einem tollen Team zusammen. Gemeinsam haben wir viel erreicht und einige Hürden genommen. Es war oft sehr schwer und ich bin oft verzweifelt, aber der Charakter des Stute bestärkte mich immer mehr weiter zu machen und noch mehr auszuprobieren und durchzuhalten. Durch Kajanah habe ich auch angefangen mich stark in die Ausbildungsmarterie von jungen Pferden einzulesen/-arbeiten und dadurch angefangen umzudenken. Das mit Pferden sein findet nicht nur im Sattel statt, sondern auf so vielen Ebenen. Mit ihr habe ich meinen eigenen Reitstil entwickelt, daher würde ich mich nie als reinen englischen oder Westernreiter betiteln, ich lasse alle Einflüsse der verschiedenen Reitweisen (englisch, western, akademisch, klassisch, barock etc.)  in die meine einfließen und nehme aus allen das für mich passende Optimum mit. Es ist mir egal was für ein Sattel auf dem Pferd liegt, Hauptsache er ist fürs Pferd passend und angenehm sowie ich fühle mich darin Wohl.

Leider musste sich Kajanahs und mein Weg auch voneinander trennen, denn durch einen Skiunfall bei dem ich mein Knie so stark verletzte, dass es nie wieder perfekt sein wird, musste ich feststellen, dass ich diesem wunderbaren Pferd und ihrem enormen Bewegungsdrang nicht mehr gerecht werden konnte. Schweren Herzens suchte ich aus diesem Grund ein neues Zuhause für sie, in welchem sie das bekommt was sie braucht.

Da ich mittlerweile jedoch die Weltbeste Reitbeteiligung für meine Dixi gefunden hatte (Kajanah hatte einfach all meine Zeit in Anspruch genommen!) und die beiden ein unschlagbaren Team geworden sind wollte ich da nicht mehr reinpfuschen und entschied mich, das ideale Pferd für mich zu suchen.

Die Faszianation spanisches Pferd begleitete mich schon viele, viele Jahre durch eine Andalusier Stute namens Kim die ich in jungen Jahren im Reitunterricht reiten durfte. Zum aktuellen Zeitpunkt machte die Wirtschaftskriese in spanien den Traum für mich greifbar, denn plötzlich waren diese edlen Rösser bezahlbar geworden. 

So kam ich im September 2012 zu meinem wunderbaren PRE Azuceno IV. Er ist genau das was ich immer in meinem Reiterleben gesucht habe. Schon am ersten Tag, als ich um die Ecke kam und er mir freudig zuwieherte hatte er mein Herz im Sturm erobert. Mit ihm werde ich alles erlernte weiter vertiefen und wir werden uns noch einiges erarbeiten. Ich freue mich auf die kommende Zeit mit ihm. Er ist mein Herzenspferd, mein Seelenpferd und wird bis zum letzten Atemzug an meiner Seite bleiben, komme was wolle!